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Schleie

(Tinca tinca)

Der Körper der Schleie ist kräftig gebaut, Augen und Maulspalte sind klein. An der Oberlippe sitzen 2 Barteln. 95 - 100 Schuppen liegen auf der Seitenlinie. Das Farbkleid der Schleie reicht von messinggelb bis olivgrün, je nach Bodenbeschaffenheit. Die Schleie lebt in Seen, Teichen und langsam fließenden Gewässern, von Gebirgsbächen in 1.600 m Höhe bis hinunter zur Brackwasserregion. Das Gewässer muß dabei dicht bewachsen und der Boden schlammig sein, um diesem Bodenfisch einen Lebensraum zu bieten.

Schleie

Die Schleie ist lichtscheu und geht erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche. Vorwiegend nimmt sie Bodentiere und halbverrottete Pflanzenteile auf. Im Winter stellt die Schleie die Nahrungsaufnahme ein und vergräbt sich im Schlamm.

In der Laichzeit von Mai bis Juli und bei einer Wassertemperatur ab 19° C schließen sich die laichreifen Schleien zu einem Schwarm zusammen und streifen am Ufer entlang. Die Ablage des Laiches dauert 6 - 8 Wochen. Die Eier werden an Pflanzenteilen abgelegt, nach drei Tagen schlüpfen die Jungen. Die Larven besitzen bis zur Ausbildung der Kiemen Klebedrüsen am Kopf, mit deren Hilfe sie sich an Pflanzen festhalten und ruhen.

Die Schleie kann trotz langsamen Wachstums über 60 cm Länge und mehr als 7 kg Gewicht erreichen. Ihr maximales Alter wird mit 7 Jahren angegeben. Steigt die Wassertemperatur über 28° C tritt eine Wärmestarre ein. Ansonsten ist die Schleie zählebig.

Quelle:
LSFV Schleswig-Holstein - Die Schleie

sch/schleie.txt · Zuletzt geändert: 2008/11/22 08:03 von joern
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