Fliegenrollen sind Angelrollen zum Fliegenfischen. Sie dienen im Prinzip nur zur „Aufbewahrung“ der Fliegenschnur. Im Gegensatz zu Stationärrollen oder Multirollen besitzen konventionelle Fliegenrollen kein Getriebe. Die Kraft wird direkt von der Kurbel auf die Spule mit der Schnur übertragen. Für den Drill eines großen Fisches sind die meisten Fliegenrollen heute mit einer einstellbaren Bremse ausgestattet. Die Feindosierung der Bremskraft erfolgt jedoch über die Hand an der Rolle. Einfache und preiswerte Fliegenrollen bestehen meist aus Kunststoff, Graphit oder Druckgussaluminium. Hochwertigere Fliegenrollen werden aus Aluminiumblöcken gefräst bzw. gedreht.
Typen von Fliegenrollen
Einfachste Fliegenrollen mit kleinem Achsdurchmesser, teilweise ohne Bremse.
Klassische Fliegenrolle (Model „Dual Mode“ der Firma Henschel Reels)
Großkernrollen besitzen einen größeren Achsendurchmesser als einfache Rollen. Die Vorteile: Schnelleres Einholen der Schnur, weniger Memory-Effekt der Schnur.
Large Arbour Rolle (Model „Ulti Mode“ mit Schrägfuß der Firma Henschel Reels)
Gleichmäßigere Zugkraft auf die Schnur beim Einholen, unabhängig von der Spulenfüllung. Noch weniger Memory.
Ultra Large Arbour Rolle (Model „Power & Speed“ von Henschel Reels, Kerndurchmesser 16cm)
Anti-Reverse Rollen besitzen eine Rutschkupllung. D.h. wie bei einer Stationärrolle kann bei geöffneter Bremse und festgehaltener Kurbel Schnur von der Rolle gezogen werden. Bei einer sauber arbeitenden Bremse muss so die Kurbel im Drill nicht losgelassen werden.
Fliegenrollen mit Getriebe haben wie Stationärrollen eine Übersetzung um mehr Schnur pro Kurbeldrehung einzuholen.
Einige Hersteller bieten Rollen sowohl mit Übersetzung als auch mit Anti-Reverse an.
Automatik-Rollen besitzen eine Feder, die bei Schnurabzug gespannt wird. Nach dem Lösen der Sperre (meist ein Hebel) entspannt die Feder und zieht die Schnur selbstständig auf die Spule.